sozialpalast Repaircafe
am Parkdeck in Münster-Kinderhaus,
mit Begegnungsmöglichkeit für die Nachbarschaft.
4 Termine vom 10. - 31.07.2026
An einem stillgelegten Parkdeck im Münsteraner Stadtteil Kinderhaus entsteht mit einem Repaircafe ein Ort der Begegnung, als eine Werkstatt
für Soziales und Seelisches, für die Nachbarschaft, für die Schleife, für den Stadtteil,
für die Stadt.
Diesen Ort wollen wir entwickeln, ausbauen und nutzen.
Konkret wollen wir zunächst im klassischen Sinne eines Repaircafes für die Reparatur von Fahrrädern, Haushaltsgeräten, Werkzeug und Know-How bereit stellen, aber eben auch Begegnung ermöglichen, einen Kaffee anbieten, etwas zu Trinken und etwas zu Essen, vielleicht etwas ruhige Musik.
Wir wollen zum Verweilen einladen und den Ort am Parkdeck als einen besonders einladenden gestalten: Sitzmöglichkeiten, Sonnenschutz, Abkühlung, Wärme, je nach Witterung. Es darf auch mal getanzt werden, vielleicht wird nicht nur streng repariert, sondern auch gemalt, gebastelt, gewerkelt: aus alt mach neu, aus kaputt mach heile, aus traurig mach fröhlich, aus böse mach friedlich, generationenübergreifend, divers, international, sozial.
TERMINE
10. - 31.07.2026
immer Freitags, 20:00 – 22:00 Uhr
| 10.07. | Frauen* Runde | Offene, interkulturelle Gesprächsrunde mit Austausch von und für Frauen* über Perspektiven und Lebensrealitäten aus dem Stadtteil Kinderhaus. Beginn: 20:00 Uhr |
| 17.07. | Blumen & Beton* | Verschiedene Künstler:innen mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten und Werken am Parkdeck: Performance, Objekt, Bild, Skulptur. Ein Tag, ein Ort, eine Ausstellung! Beginn: 20:00 Uhr |
| 24.07. | FGM/C Vortrag | Khadra Ali Mohamed stammt aus Somalia, lebt in Kinderhaus und ist selbst von FGM/C betroffen. Sie berichtet offen über ihre Geschichte, ihre Erfahrungen und kämpft dafür, Mädchen vor FGM/C zu schützen und betroffenen Frauen Lösungen zu bieten. Beginn: 20:00 Uhr |
| 31.07. | Redfox miez Kiez | Redfox (K/MS), Töne und Klänge am Parkdeck. Beginn: 20:00 Uhr |
| gesondert: | ||
| 18.07. | Hanau ist überall! | Tuğsal Moğul und Agnes Lampkin über ihre Arbeit an dem Theaterstück And now Hanau. Sie wollen über die Situation der Betroffenen des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020 in Hanau erzählen, insbesondere über die Lebensrealität der Opferfamilien und die Arbeit der Initative 19 Februar vor Ort im Stadtteil Kesselstadt.
Moderation: Gabriela Exner Beginn: 19:00 Uhr |
Blumen & Beton
Gastkünstler_innen // Work in progress
Am 17.07. ab 20:00 Uhr
Einladung und Fortführung der Projektarbeit sozialpalast Blumen
von 2025 im ehemaligen Blumenladen Nelle in Münster-Kinderhaus.
Die Gastkünstler.innen sind eingeladen zur Arbeit in der Arbeit.
Sie arbeiten in den Sparten Skulptur, Objekte, Malerei und Video sowie Performance und weiteren. Im Work In Progress - Prinzip werden die Arbeiten am 17.07. von 12:00 bis 20:00 Uhr vor Ort entwickelt.
Präsentation ab 20:00 Uhr.
Sprickmannstr. 46, 48159 Münster.
COLLA BORATE
BLUMEN AUF BETON
Intervention, Film-Loop und Soziale Plastik // Münster-Kinderhaus
Bezug: Landgericht Münster, Az. 05 T 191/26
Wo die Justiz das verfassungsmäßige Versprechen ihres Eids bricht, gründet die Kunst das Tribunal der Sorge. – Mit dieser radikalen Ansage bricht die Künstlerin Colla Borate am 17. Juli 2026 die sterile Kälte der lokalen Justizarchitektur. Nach den rohen Impulsen der Ugly Nights 2025 hebt sie die administrative Grausamkeit des deutschen Behördenapparats im Juli 2026 auf eine internationale Meta-Ebene.
Inmitten der Beton-Tristesse von Münster-Kinderhaus inszeniert Colla Borate ein unnachgiebiges Kunst-Tribunal, das die Grenzen zwischen ästhetischer Grenzerfahrung und realer, existenzieller Notwendigkeit komplett auflöst. Anlass ist ein beispielloses Systemversagen: Das Amtsgericht hat die behördliche Betreuung einer schwerbehinderten, autistischen Person aufgehoben. Die zynische Begründung des Gerichts: Das nackte, erzwungene Überleben in der totalen Isolation wird als „Können“ deklariert, um sich der staatlichen Verantwortung zu entziehen. Seit über sieben Wochen wird zudem der gesetzlich zwingende Schlussbericht rechtswidrig verweigert – eine vorsätzliche Blockade, die das laufende Beschwerdeverfahren beim Landgericht Münster (Az. 05 T 191/26) im luftleeren Raum verhungern lässt.
Colla Borate verweigert sich jeder gefälligen Live-Performance. Stattdessen konfrontiert sie die Institutionen mit einer audiovisuellen Endlosschleife von klinischer, gläserner Kälte, die in ihrer physisch spürbaren Beklemmung an die Arbeiten von Anne Imhof erinnert. Der offizielle deutsche Richtereid („...nur der Wahrheit und Gerechtigkeit zu dienen...“) wird im Video von den markerschütternden Rhythmen eines Sub-Bass-Herzschlags und dem monotonen Terror kreischender Behörden-Faxgeräte regelrecht zersägt. Die Ohnmacht des bürokratischen Vakuums wird für den Betrachter zur körperlichen Belastungsprobe.Doch die Intervention verharrt nicht in der bloßen Anklage. Im Geiste von Joseph Beuys’ Sozialer Plastik wandelt sich die Ausstellungsfläche vor Ort in eine lebendige, dauerhafte Schutzstruktur. Unter dem flimmernden Monitor wird das „Solidarische Register“ ausgelegt. Die gezielt aus aller Welt einfliegende Kunstszene, Aktivisten und Beobachter konsumieren nicht nur – sie unterschreiben, verbinden sich und formieren einen realen, unumstößlichen Schutzwall um die isolierte Person.Die Grenze zwischen Justiz und Kunst ist ab dem 17. Juli niedergerissen.
Der Vorhang ist offen.k
Künstlerin verarbeitet Gerichtsverfahren
LEAH
Sound
Ursula Achternkamp
*1975 in Rheine
*Studium Sport- und Sozialwissenschaften
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
*Studium Freie Kunst
**Kunstakademie Münster (D)
Akademiebrief (D)
Meisterschülerin von Mechtild Frisch
**École supérieure des beaux-arts de Genève - ESBA (CH)
Diplôme HES (CH)
Cours Postgrade : Art Lieux Paysage (ALPes) bei Jean Stern
03/2020 Carbon Dreams - Gaswerk, Berlin
03/2020 Die Poröse Oper - UT Connewitz, Leipzig
Projektskizze: Station mit Leiter ?? Schnüre, 2 Hocker mit Gießkannen und aus geographischen Karten aus Papier Blütenbausatz aus Blättern & Innerem etwas zum tapezieren
Ursula Achternkamp
Kaiges
Performance
Insta
AWM Sauberkeits-Patenschaft
Gemeinsame Aufraumaktion am Parkdeck
mit freundlicher Unterstützung der AWM
Samstag, 04.07.
Ein Abfallcontainer der AWM wird angeliefert:
Im Rahmen der erweiterten AWM-Sauperkeits-Patenschaft konnten wir
mit freundlicher Unterstützung der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
rund um das Parkdeck Müll und Hinterlassenschaften beseitigen.
Gemeinsam haben wir rund ums Parkdeck aufgeräumt!
Ungeregelte Müllentsorgungen sind in der Kinderhauser Schleife ein grosses Problem und Ärgernis für die Nachbarschaft,
so auch am Parkdeck an der Sprickmannstraße.
Nach unserer Aktion kam das Pflegeteam der ZBVV für den Grünschnitt und letzten Schliff: Nun ist alles clean!
Vorangegangenes Stadtteil-Projekt:
Sozialpalast im früheren Blumenbetrieb Nelle
Hier werden Lebensentwurf-Blumen gepflegt
Westfälische Nachrichten, Freitag, 28.03.2025, 13:00 Uhr
Münster-Kinderhaus - Es ist ein neuer Treffpunkt und es gibt auch Kaffee -
aber das ist nicht alles, was die Künstlergruppe „Sozialpalast“ im ehemaligen
Blumenbetrieb Nelle für die Nachbarschaft und weitere Gäste in petto hat.
Sozialpalast verstehe die eigene Projektarbeit als einen Beitrag der sozialen Kunst oder der
sozialisierenden Kunst. Man lasse stets Räume als eine Skulptur entstehen, in
denen Menschen zusammenfinden, die sich normalerweise niemals begegnen
würden: „Wir arbeiten auch an der Politisierung, an der Bewusstmachung des
gemeinschaftlichen Zusammenseins von Menschen“, sagt Yara Thünken. Und
wo stelle sich diese Frage konkreter, als in der Nachbarschaft, insbesondere
dort, wo gemeinschaftliche Strukturen mehr und mehr verloren gehen. „Einen
Kaffee bekomme ich mittlerweile nur noch am Idenbrockplatz, und der wird
dort immer teurer“, sagt eine, „Alt“-Kinderhauserin im Gespräch mit Yara
Thünken.
wn.de
Projekt im ehemaligen Blumenladen
Künstlerin verarbeitet Gerichtsverfahren
Westfälische Nachrichten, Montag, 31.03.2025, 06:00 Uhr
Münster-Kinderhaus - Einer Künstlerin platzt der Kragen. Jetzt muss sie sich
entschuldigen - aber wie? Ein Besuch bei einer außergewöhnlichen
Performance an einem außergewöhnlichen Ort.
Colla Borate hat ein Problem. In einer E-Mail an den sozialpsychiatrischen
Dienst (SPDI) hat sie ein Wort verwendet, das hier nicht wiedergegeben
werden soll. Jetzt muss sie sich entschuldigen. Das ist der Hintergrund ihrer
Performance im ehemaligen Blumengeschäft Nelle in Kinderhaus.
Was ist da passiert?
wn.de
Konzeption
seit Sommer 2025
Wie bereits in vorangegangenen sozialpalast-Arbeiten werden an diesem
Ort Menschen aufeinandertreffen, die normalerweise nicht aufeinandertreffen würden,
künstlerisch wie sozial: generationen- und milieuübergreifend, bestenfalls verbindend, verstehend.
Wir haben in der prekären Kinderhauser* Schleife am Sprickmannplatz seit 2016 die
Kooperation mit dem Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. und balkan:biro e.V..
Hier finden wir in diversen sozialpalast Projektarbeiten einen spannenden künstlerischen
Entwicklungsort für den Stadtteil selbst, aber auch für die gesamte Stadtgesellschaft, mit
einem Austausch und einer Beachtung weit über die Stadt Münster hinaus.
* Der Stadtteil Kinderhaus ist geprägt von höchst unterschiedlichen sozialen Räumen und diversen, teils prekären Strukturen im Wandel demografischer Entwicklungen und sozialer, ökonomischer Veränderungen, aufgrund steigender Bodenwerte und Mietpreise, sowie Verdrängungsprozessen vom Zentrum in den Stadtteil.
Kooperation
Stadtteil Kinderhaus
Begegnungszentrum-Kinderhaus e.V.
Sprickmannplatz 2
48159 Münster-Kinderhaus
Website






